
Das diesjährige Motto der Sternsingeraktion ist „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“. Von Kinderarbeit sind weltweit immer noch 138 Millionen Kinder betroffen und weit von einer unbeschwerten Kindheit entfernt. Insbesondere in Ländern des Globalen Südens müssen Kinder bereits im frühen Alter mit anpacken, um ihre Familie finanziell zu unterstützen. Armut, Kriege, Umweltkatastrophen, fehlende soziale Sicherungssysteme und mangelnde politische Kontrollen sind Gründe für Kinderarbeit.
Als Beispielland fungiert dieses Jahr Bangladesch. Leider lesen wir zu oft an unseren Klamotten „Made in Bangladesch“. Hier können wir leider davon ausgehen, dass Kinderhände am Werk waren. Bangladesh ist nach China schließlich der zweitgrößte Textilproduzent weltweit.
Bangladesch ist mit 171 Millionen Einwohnern ein sehr dicht besiedeltes Land, in dem nur ca. 40% der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser hat. Tropische Stürme, zerstörerische Monsunwinde und durch Regenzeiten bedingte Überschwemmungen wird das Land häufig von Umweltkatastrophen heimgesucht, wodurch viele Menschen ihre Existenz verlieren und in noch gravierenderer Armut weiterleben müssen.
Auch die politischen und sozialen Systeme sind nicht gut entwickelt. Eine zuverlässige medizinische Versorgung ist nicht gewährleistet und Frauen werden nach wie vor unterdrückt und noch häufig unter dem 18. Lebensjahr zwangsverheiratet.
Was ist Kinderarbeit?
Kinderarbeit liegt vor, wenn Kinder…
- arbeiten statt in die Schule gehen und somit kaum Zugang zu Bildung haben
- viele Stunden täglich arbeiten
- zum Familienunterhalt beitragen müssen und das Geld nicht selbst behalten dürfen
- gefährliche, oft gesundheitsschädliche Tätigkeiten verrichten müssen
- unfreiwillig arbeiten
(Quelle: Werkheft zur Aktion Dreikönigssingen 2026)







