Aus der Geschichte
Nach der Reformation ist das damals markgräflich-badische Dorf Denzlingen im Zuge des Augsburger Religionsfriedens 1655 ("Wessen Land, dessen Religion") evangelisch geworden. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts siedelten sich einige Katholiken aus dem seinerzeits katholischen Elztal und Glottertal hier an. Sie bauten eine kleine Kirche in der Hinterhofstraße. Das Gebäude beherbergt heute den Kindergarten St. Josef.
Im Jahre 1912 wurde der Grundstein zur einstigen Pfarrkirche St. Josef gelegt. Die Kirche stand ursprünglich in Emmendingen. SIe wurde, nachdem dort ein größeres Gotteshaus entstehen sollte, Stein für Stein abgetragen und nach Denzlingen transportiert. Der Bonifatiusverein gab der damaligen Diasporagemeinde finanzielle Unterstützung für den Aufbau.
Nach dem 2. Weltkrieg stieg die Zahl der Einwohner Denzlingens und damit auch die Zahl der Katholiken sprunghaft an. Die Pfarrkirche St. Josef wurde zu klein. 1969 genehmigte das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg die Planungsarbeiten für eine neue, den Bedürfnissen entsprechende Kirche mit Gemeindezentrum. Am 28.11.1976 wurden die St. Jakobuskirche und das Gemeindezentrum an der Ecke Berliner/Stuttgarter Straße auf dem ehemaligen Gewann "St. Jakobsacker" eingeweiht.
Heute zählt die katholische Gemeinde Denzlingen etwa 5.400 Mitglieder. Seit November 2003 bildet sie zusammen mit den Gemeinden in Glottertal, Heuweiler und Reute / Vörstetten die Seelsorgeeinheit An der Glotter.
Ökumene hat in Denzlingen eine lange Tradition. "Was wir gemeinsam tun können, dass sollen wir auch gemeinsam tun!". Dies ist die Losung der Zusammenarbeit der beiden Kirchengemeinden in Denzlingen. Zahlreiche gemeinsamen Einrichtungen und die sogenannte "Ökumenische Rahmenvereinbarung" aus dem Jahre 2005 zeugen von dieser Zusammenarbeit. Ökumenisch ist vor allem der Geist des Umgangs miteinander, wobei die Besinnung auf die gemeinsamen Wurzeln des christlichen Glaubens prägender ist als die in fünf Jahrhunderten gewachsenen Trennung.
Das Motto der Ökumene "Einheit in der Vielfalt" gilt auch für die innere Gemeindestruktur von St. Jakobus mit ihren zahlreichen und vielfältigen Gruppierungen.





